

Haltungsfragen...
Ist der Schuh zu scharf, bist du zu schwach!

Wer tagtäglich auf hohen Absätzen umherspaziert, riskiert
unliebsame Veränderungen seiner Wadenmuskulatur.
Das haben wir geahnt. Wenn man allerdings genauer hinsieht, und
Robert Csapo hat zusammen mit anderen Orthopäden der Manchester
Metropolitan University eine Batterie von Experimenten vorgenommen, der
entdeckt Nuancen in den anatomischen Veränderungen, die den
Schluß zulassen:
Der Spaß auf Stöckelschuhe muss die Beine nicht dauerhaft schädigen. ("The Journal of Experimental Biology", Bd. 213, S. 2562).
Sich auf High-Heels elegant zu bewegen, will gelernt sein.
Wer sich erst einmal mit solchem Schuhwerk angefreundet hat, will
aber oft gar nicht mehr davon lassen. Und das aus gutem Grund, denn
ohne die gewohnten Absätze schmerzen die Waden mitunter bei jedem
Schritt.
Csapo, der mittlerweile an der Universität Wien arbeitet, hat
in der Zeitung "Manchester Evening News" nach Freiwilligen für
seine Studie gesucht.
Als Versuchspersonen rekrutierte er Frauen, die regelmäßig
hochhackige Schuhe tragen und sich mit anderen nicht mehr recht
wohlfühlen.
Zum Vergleich wurden Probandinnen einbezogen, die nur flache Schuhe tragen.
Mit der Magnetresonanz-Tomographie ließ sich die Muskulatur
der Waden exakt vermessen.
Dabei stellte sich heraus, dass der Wadenmuskel von Fans hoher
Absätze im Schnitt zwar dasselbe Volumen hat wie bei Frauen, die
flache Schuhsohlen bevorzugen. Seine Form hat sich jedoch deutlich
verändert; er ist dicker und kürzer geworden.
Der optimale Arbeitsbereich für Stöckelschuhe: Trotz der
ständig hoch erhobenen Fersen müssen sich die Muskelfasern
nicht andauernd aktiv zusammenziehen. Die zugehörige Sehne - die
Achillessehne - ist nämlich nicht länger als gewöhnlich.
Allerdings ist diese Sehne, die den Wadenmuskel am Fersenbein
verankert, merklich dicker als bei Frauen, die hochhackige Schuhe
verschmähen.

Dass die Achillessehne durch solchen Zuwachs belastbarer wird,
lässt sich ebenfalls als Anpassung an die besondere
Körperhaltung beim Tragen von Stöckelschuhen verstehen:
Wie beim Gehen auf Zehenspitzen verlagert sich der
Körperschwerpunkt nach oben und nach vorne.
Um dagegenhalten zu können, muss der Wadenmuskel härter
arbeiten.
Das bestätigen Messungen der elektrischen Aktivität der
Muskeln.
Die anatomischen Anpassungen an hohe Absätze haben einen Haken:
Der verkürzte Wadenmuskel mit der versteiften Achillessehne
mindert die Beweglichkeit des Sprunggelenks, das bei jedem kleinen
Schritt ebenso im Spiel ist wie bei großen Sprüngen.
Kein Wunder also, dass es unangenehm in den Waden zieht, wenn man von den gewohnten Stöckelschuhen auf flache Sohlen umsteigt oder gar barfuß geht.
Doch was heißt das für Frauen, die modisch hohe
Absätze nicht missen möchten?
Man müsse ihnen den Spaß nicht verderben, meinen die
Orthopäden, allerdings sei auf lange Sicht dringend eine
ausgleichende Gymnastik anzuraten, damit sich die Füße
zeitweilig in bequemeren Schuhen entspannen können.
Text: F.A.Z. - Von Diemut Klärner
22.10.2010
Studie: Bier kann bei Frauen Schuppenflechte auslösen.

xxx
Dass zuviel Alkohol nicht gerade gesundheitsfördernd ist, ist natürlich bekannt. Jetzt kam heraus: Gerade für die Haut kann Bier richtig Stress bedeuten.
Frauen, die regelmäßig Bier trinken, haben ein erhöhtes Risiko, an Schuppenflechte (Psoriasis) zu erkranken. Das berichtet die "Apotheken Umschau".
Den Zusammenhang zwischen dem Gerstensaft und der Hautkrankheit fanden Forscher in einer großen amerikanischen Studie mit mehr als 10.0000 Teilnehmerinnen heraus.
Bei anderen alkoholischen Getränken wie Wein oder Likör
ließ sich ein solcher Zusammenhang übrigens nicht nachweisen.
Die Autoren der Studie vermuten, nicht der Alkohol, sondern
Gerstenstärke oder Gluten sei für den Ausbruch einer
Schuppenflechte mitverantwortlich.
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Was dich nicht umbringt, macht dich stärker

Negativer Stress?
New York
„Was dich nicht umbringt, macht dich stärker” – ein Spruch, der
uns über schlechte Zeiten hinwegtrösten soll, oder ist da
wirklich etwas dran?
Ja!, sagen US-Wissenschaftler. Was einen Menschen nicht umbringt, kann
ihn tatsächlich abhärten. Das haben die Forscher jetzt mit
einer Studie belegt.
Die Ergebnisse zeigen jedoch sehr deutlich: Die Menge der Schwierigkeiten ist entscheidend für den positiven Effekt. Wer moderaten Belastungen wie zum Beispiel persönlichen Rückschlägen, Stress oder vergleichsweise leichten Erkrankungen ausgesetzt gewesen ist, fühlt sich nach einem weiteren bedrückenden Erlebnis psychisch und körperlich meist besser als Menschen, die zuvor nie oder sehr oft mit solchen Problemen konfrontiert worden sind.
Das schreiben die Experten im „Journal of Personality and Social
Psychology“. Negativer Stress in „kleinen Portionen“ kann also als
Training angesehen werden, wohingegen „große Portionen“ zu sehr
zermürben.
Das Überwinden dieser kleinen Rückschläge trägt
übrigens auch maßgeblich dazu bei, ob wir uns glücklich
fühlen oder nicht. Das berichtet die Zeitschrift „Psychologie
heute” in ihrer November-Ausgabe. Demnach bedeutet glücklich sein
nicht, sich über eine lange Zeit hinweg konstant ausgeglichen und
gut zu fühlen. Glück konstatiere sich unter anderem auch
durch das Überwinden von persönlichen Niederlagen und
erfolgreiche Bewältigung von Konflikten.
