Holthausen Geschichte. Der Stadtteil Holthausen zeigt auf dieser Seite Notizen - über den Stadtteil, über Personen und Persönliches...

Weitere Holthausener Geschichten

Stadtteilporträt:
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Holthausen:
Drinnen und drumrum [Artikel -->]

Kamper Acker:
Hier trifft sich Holthausen [Artikel -->]

Holthausen:
Alles Henkel oder was? [Artikel -->]

Holthausener Urgesteine:
Hermann Becker + Rainer Schatten
Ganz persönliches [Artikel -->]

Holthausen:
Ein Schaufensterbummel [Artikel -->]


Noch ein paar Infos

Mittelalter

Erste Erwähnung des Schlosses Elbroich

Um 1600

Georg von Neuhoff lässt einen Schloss-Neubau errichten.

1789

Wasserbaumeister Karl Friedrich Wiedeking führt Landvermessungen durch, er verzeichnet eine Gruppe von 24 Häusern, „Langeweyer” genannt.

1756

Die Itter wird umgeleitet, der „Langeweyer” verschwindet.

1852

Schloss Elbroich gelangt in den Besitz der Familie Trinkaus.

1899

Fritz Henkel kauft ein fünf Hektar- Grundstück in Holthausen.

1908

Holthausen wird nach Benrath eingemeindet.

1920er Jahre

Erstmals macht Henkel Werbung mit der „Weißen Dame”, eine Persil-Uhr wird in Holthausen errichtet.

1929

Mit Benrath wird Holthausen nach Düsseldorf eingemeindet

Das schrieb die Rheinische Post...

Holthausen alles Henkel oder was?

Ein Leserartikel in der RP

von history | Düsseldorf | für OPINION RP

Kann man fast so sagen: Ata, Imi, Pril, Rei,Somat, Pritt, Polycolor...
... alles Henkel, alles Holthausen.
"Für Gabi tu ich alles" Slogan.
Ein Glück, dass es vor Henkel immer schon den Berg gab, gegen den die Itter prallte und somit den "Langen Weiher" schuf, der Grund, warum Holthausen existiert.

Auf alten Karten heißt es immer "Langer Weiher"
Der "Kamper Acker" von heute ist der "Lange Weiher von 1760, als die Itter versiegt, weil das erste Benrather Wasserschloß gebaut wird.

Der "Kamper Hof" (1932 abgerissen, heute Restaurant) stand auf der Westseite des Weihers, um den die alte Kölnerstrasse (jetzt Bonnerstr), wie heute noch, einen großen Bogen machen mußte.

Und Holthausen hatte das Glück, an der Urstrasse Köln-Duisburg zu liegen die älter als Ddorf ist, parallel zum noch älteren "Mauspfad" an Rhone-Saone- Rhein vorbei auf sicherer Höhe.
Holthausen bildet ab 1897 mit dem bedeutenderen Kirchdorf Itter eine Dorfgemeinde, die 1908 nach Benrath, 1929 mit Benrath nach Ddorf kommt.
Daher liegen fast alle älteren Häuser an der Ittertstr und Bahlenstr, die früher Alice- (Alice Trinkaus) und Massenbergerstr hieß(Hof Massenberg), hier auch die neuen Henkelsiedlungen. Und hier liegt auch Elbroich, und damit sind wir am Anfang der neueren Zeit

Der 25jährige Christian Gottfried Jaeger, ein Weinhändler, kommt 1782 mit Kompagnon Pfeifer und Neffen Trinkaus aus Trabach an der Mosel nach Ddorf, um Farbhölzer zu verkaufen.
Ddorf wurde ab 1800 der Hafen und das Färbereizentrum(türkischrot, indio blau) der umliegenden Textilindustrie (Viersen, Krefeld, Elberfeld, Barmen) Am modernen Carlplatz entwickelt sich Jaeger zum Großkaufmann, der 1798 mit anderen den Vorläufer der heutigen Handelskammer gründet.

Christian Gottfried Trinkaus erbt das Ganze und bildet die erste Ddorfer Bank. Er war Sohn eines Hofmeisters mit Hang zum Adel. So bezog er 1832 den prächtigen Adelspalast des verarmten Hofmarschalls Carl von Prietzelwitz an der vornehmsten Strasse der Stadt: der Hofgartenstrasse: dh.dem künftigen Köbogen (Trinkaus wollte 2008 unbedingt wieder an die alte Stelle, dh den Köbogen, sprang dann aber ab, 1970 Haus an der Kö:Trinkauscenter)
Trinkaus hatte durch adelige Verwandte Schloß Elbroich geerbt

Durch Heirat kommen Trinkaus-und Heyefamilie zusammen 1838, im Jahr der ersten westdeutschen Eisenbahn vom Graf Adolplatz aus, wird Ferdinand Heye, Bremer Kaufmannsohn, geboren.
Die Eisenbahn hatte Rasenerze, Sandmassen und vor allem einen BHf Gerresheim hervorgebracht. Heye gründet hier 1864 die Gerresheimer Glashütte.

Sohn Hermann Heye konnte durch den Trinkausbesitz von Elbroich in Holthausen makeln.
Er kauft die Höfe:Kappeler, Ober- Niederheid, baut im Wald, im Nirgendwo den Bhf Reisholz und seine Großtat: er gründet 1897 die Firma IDR (Industrie Terrains Reisholz), die bis heute (mittlerweile Ddorfbesitz) die Stadt gestaltet: Neue Messe,Fernsehturm, Schloß Eller, Elbsee, KIT, Schlösser Ratingerstr)
Die IDR ist Düsseldorfs größtes Industriegebiet Und jetzt sind wir bei Henkel...
Fritz Henkel startet in Aachen 1876, dann Ddorf 1878 seine Bleich Soda Fabrik auf den Schießständen der Schützenstr, wo schon ein anderer Chemiker saß: der Bleiweißhersteller Deus Moll. Umzug 1880 wegen Protests der Nachbarn nach Icklack,Flingern( an der Stelle wird 1929 der Mörder Kürten die 11jährige Anna K. erstechen und vergraben, 1964 entsteht hier die evg Versöhnungskirche).
 Henkel legt 1899 als einer der ersten seine Fabrik ins neue IDR Viertel nach Holthausen

Es geht um Fett(Öle, Walöl z.B. Henkels Walfängerschiff"Jan Wellem" 1936), das zu Seife wird, um Herstellung von Wasserglas aus Sand und Sulfaten, also ein echter Hüttenbetrieb, die Bindung von Wasserglas an Soda, um die Zerstäubung des Ganzen, das dann in die richtige Verpackung gerät und gerade bei der Packungsform mit einem Markennamen war Fritz Henkel ein Meister.

PERSIL(PERborat SILikat) 1907 war eine Sensation. Weil es das erste "selbsttätige Waschmittel" der Welt war, wie durch Geisterhand wirkend, taucht es in Verbindung mit der "Weißen Frau"( die ermordete spukende Jacobe von Baden) auf und bekommt einen Ehrenplatz als Persil Uhr auf dem Burgplatz neben dem Schloßturm. Drei Ehrenbürger von Ddorf gehören zur Familie Henkel

Erste deutsche Großreklame 1910, erster Fernsehspot 1956, "voll fett und geil" würde mein Enkel sagen.

Gehen wie von der IKEA Welt in Oberheid zur Nieder Heid( es waren wirklich sandige Heidehügel). Am "Langen Weiher" auf dem "Kamper Acker". also im Zentrum, im tosenden Verkehr von Bus, Strassen- und U-Bahn machen Sie bitte die Augen zu.

Es gibt eine hübsche Simulation von Reinhard Pott von Holthausen-online: der "Lange Weiher" ist wieder da: Gondeln, Markusplatz, Venedig in Holthausen

Dann nach Elbroich. Der Urbesitzer war jener sagenhafte Arnold von Tyvern, dem im 12. Jh ganz Düsseldorf gehörte( die Grafen von Berg kaufen es ihm ab). Vieles spricht dafür, dass von Tyvern hier seinen Hauptwohnsitz hatte.
Holthausen, der Anfang von Düsseldorf, das ist doch was.

Entwurf, Inhalt und verantwortlich: Reinhard Pott, Redaktion Holthausen-online
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