

Ein kleines Vorwort...
Betrachten wir die geschichtliche Vorzeit.
Es ist bekannt, dass schon Jahrhunderte vor Christi Geburt die
Gegend, wenn auch sehr dünn, besiedelt war.
Man muss wissen, das diese Gegend ein sumpfiges Waldgebiet war, das
einige vom Rhein angeschwemmte Erhebungen hatte.
Cäsar beschrieb die Einwohner als wild, kriegerisch, auf
Einzelhöfen wohnend, die etwas Ackerbau betrieben und ihre
Wohnsitze in Waldungen und Sümpfen errichteten.
Es waren Germanen vom Stamme der Sigamberer.
Nun war die linke Rheinseite ( für den Düsseldorfer die 'schääl sick') mit Neuss, Dormagen usw. für die Römer die wichtigere Seite. Da die nächste grössere Strasse zuweit vom Rhein entfernt war, sie ging von Köln über die Grafenberger Höhen nach Duisburg, wurden die Germanen hier vertrieben und eine bedeutende Heerstrasse angelegt.
Ein kleiner Überblick zur Geschichte Holthausens...
Man muss sich das heutige Holthausen im Altertum wie ein sumpfiges,
unwirkliches Gelände vorstellen. Gut genug als Kulisse für
einen Horrorfilm. Und überhaupt: Die Bewohner!
Tacitus schlug vor: "Maßlos im Durst, sollte man ihnen
genügend zu trinken geben. Dann wäre es ein Leichtes, sie zu
besiegen. Nicht durch Waffen, sondern durch ihre Trunksucht."
Die Besatzungsmacht nutzt die Flussauen im südlichen
Düsseldorf als Weidegründe für ihre Pferde, in einer
Ziegelei brennen sie Material für den Hausbau.
Aber weder der Suff, noch Anbiederung und Bestechungsversuche machen
aus den damaligen Düsseldorfern ein gefügiges Kolonialvolk.
Vergebens. Die römische Lebensart lässt sich nicht
exportieren, rechts des Rheins bleibt Germanien noch Germanien.
Blockhäuser aus unbehauenen Balken statt steingefügter Gebäude, Saumpfade statt gepflasterter Straßen, Bier statt Wein. Die Götter heißen weiterhin Wotan, Donar und Freyer, der Fluss bildet unverändert die Grenze zwischen den Kulturen. Die Einheimischen pfeifen auf den römischen Lebensstil.
Ja, ja - der Rhein...

Zu Cäsars Zeiten (oben)und seit 400 n.Chr.
Holthausen - bis zum Bau des Benrather Schlosses an dem
Flüsschen Itter gelegen - war schon eine feuchte Sache.
Wer noch um 1970 von Düsseldorf nach Benrath fuhr, kennt die
vielen Tümpel und Weiher rund um den Ortsteil mit den alten
Höfen und baumbestandenen 'Puckeln'.
Straßennamen weisen ja immer noch darauf hin ('Am langen
Weiher',
'Hinter den Höfen', 'Itterstraße', 'Hügelstraße',
'Kiesselbachstraße' uvm...)
So sorgte auch die Veränderung der Rheinschleife dafür,
dass Urdenbach quasi von der linken auf die rechte Rheinseite wanderte.
(Siehe Bild links)
So eigentlich los ging's mit der Geschichte Holthausens erst um 1895 mit dem Beginn der Industriealisierung.
Interessant wird's erst ab 1900...
Bis Ende des 19. Jahrhunderts blieb Holthausen ein kleines, gemütliches, sich kaum veränderndes Fleckchen Erde. (Holthausen hatte in den Jahrhunderten bis 1888 nur 39 Gebäude). Wir haben dieser Zeit eine eigene Seite gewidmet - die aber nicht nur Holthausen, sondern auch das 'Drumrum' beleuchten. Das Ganze ist zeitlich gegliedert.
