

Don und Doña zurück in Düsseldorf
Ein Fazit...

Allgemein
Es ist sicher nicht möglich, einen verlässlichen Eindruck von einem Land, Reise- oder Urlaubsziel nur durch einen kurzen Tages-Besuch von einem Kreuzfahrtschiff aus zu gewinnen. Trotzdem will ich eine kurze, zugegebenermaßen sehr subjektive Bewertung der angesteuerten Reiseziele aus unserer Sicht zu geben.
Das Schiff: Celebrity Equinox
Das Schiff verdient seine 5 Sterne. Da gibt’s nichts zu meckern.
Beeindruckt hat mich besonders immer wieder die Leistung der
Küche. Beim Dinner werden in der ersten Runde mehr ca. 1000
Gäste bedient, im zweiten „Seating“ sind’s dann noch einmal ca.
800. Es gibt 4 Gänge. Für jeden Gang gibt es 4
Standardgerichte. Daneben 4 weitere Vorschläge, die jeweils
täglich wechseln.
Die Qualität und das Niveau sind ausgezeichnet. (und als Hobbykoch
bin ich sicher ziemlich kritisch!) Da kommt nichts kalt auf den Tisch
und alles genau so wie geordert. Zum Beispiel wollte ich das bestellte
Thunfischsteak „wirklich ganz roh – die Sesamkruste nur wenige
Millimeter angebraten“. Und genau so bekam ich es serviert,
während die anderen es in der üblichen Form - medium – in der
Mitte noch zartrosa vorgesetzt bekamen.
In Unkenntnis der amerikanischen Terminologie bestellte ich mir
einmal die Pasta mit Sauce „Marinada“. Ich hatte mir darunter etwas mit
Fisch oder Meeresfrüchten vorgestellt. In Wirklichkeit war es
Tomatensauce. Die wollte ich an diesem Abend aber gar nicht. Also habe
ich den Hauptgang stehen lassen. Der Ober fragt, ob er ein anderes
Gericht bringen darf. Wollte ich nicht. Ich wollte Nudeln. Nachfrage:
„Darf es denn mit Sauce „Alfredo“ sein?. Kannte ich nicht. Ist eine
weiße Sahnesauce. Wollte ich auch nicht. Ich wollte meine Gambas
schlicht auf Nudeln, al dente gekocht, nur mit Butter oder Pesto und
geriebenem Parmesan.
10 Minuten später war alles genau wie gewünscht auf dem
Teller.
Da fragt man sich doch, wie die das bei so vielen Gästen so
hinkriegen! Wahrscheinlich nur deshalb, weil sich nur wenige so
„zickig“ beim Essen anstellen.
Essen und Trinken gibt’s 24 Stunden rund um die Uhr. Da kann man ruhig
mal einen Gang auslassen und dann irgendwo ans Buffet gehen.
Und das ist die Problematik dabei: sehr lecker, sehr viel sehr oft und
(fast) alles im Reisepreis einbegriffen. Da muss man sehr willenstark
sein, wenn man nicht nach zwei Wochen mit etlichen Pfunden zuviel auf
den Rippen von Bord gehen will!
Auch alle anderen Leistungen an Bord, das gebotene Programm: Spitze!
Unser Urteil: sehr
empfehlenswert!
Reiseziel Cosumel, Mexiko
Die Insel ist zu einem der „touristischsten“ Orte Mexikos ausgebaut
worden. Viele große Hotelanlagen entlang der (überwiegend)
steinigen Küste.
Wenn man hier Urlaub machen will, ist man fast völlig auf die
Infrastruktur des betreffenden Hotels angewiesen. Wenn man kein
Wassersport-Fan ist, gibt’s außerhalb des Hotels wenig
Abwechslung. Die Fahrt mit dem Tauchboot hat gezeigt, dass das Riff vor
der Insel leider schon zu großen Teilen zerstört ist.
Mein Fazit ist: Hier würde ich nicht gern Urlaub machen. Mexiko ist sicher ein sehr schönes Reiseland - auch für einen Strandurlaub. Dann aber lieber auf die „pazifische Seite“ zum Beispiel nach Huatulco.
Reiseziel Roatan, Honduras
Unser Aufenthalt hier war gehandicapt dadurch, dass es fast den
ganzen Tag ununterbrochen in Strömen geregnet hat. Sicher war mir
bewusst, dass wir im November mitten in der tropischen Regenzeit
dorthin fuhren. Ich hatte aber (schlimmstenfalls) nur mit kurzen,
heftigen Regenschauern vor allem am Nachmittag gerechnet. Na ja, so
kann man sich vertun.
Mal abgesehen davon: Eine sehr schöne tropische Natur. Leider
schon fast überwiegend Sekundärwald, d. h. der
ursprüngliche Regenwald ist gerodet worden und durch Pflanzung und
Überwachsung „ersetzt“.
Schöne Sand-Strände, Hotels und Unterkünfte aller Art -
aber keine „Bettenburgen“. Bietet alle Möglichkeiten, Wassersport
zu betreiben. Die Leute sind freundlich und hilfsbereit. Alles wirkt
ein bisschen familiär und nicht „überlaufen“. Preise bleiben
auf dem Teppich.
Unser Urteil: Hier würden wir gern länger Urlaub machen. Aber bitte nicht mehr in der Regenzeit
Reiseziel Puerto Limon, Costa Rica
Costa Rica ist ein Land, das große Gebiete ursprünglichen
Regenwaldes unter Schutz gestellt hat und zu einer touristischen
„Einnahmequelle umgemünzt“ hat. Auch hier machte uns der
„große Regen“ und die Schusseligkeit der Reisegesellschaft einen
Strich durch unsere Ausflugspläne.
Das gab uns aber die Gelegenheit eine pulsierende, mittelamerikanische
Stadt mit ihren Märkten, Geschäften und Kneipen näher
kennen zu lernen.
Die Leute sind nett und kontaktfreudig. Selbst dort, wo keine
Touristen mehr auftauchen und man ohne wenigstens ein paar Worte
Spanisch nicht mehr weiter kommt, fühlt man sich sicher und gut
aufgehoben.
Baden und Sand-Strand ist hier nicht – Dazu muss man quer durch das
Land auf die pazifische Seite. Geht aber auch – mit dem Bus in 5 bis 6
Stunden.
Unser Eindruck: Das Land ist bestimmt eine Reise wert. Einen längeren Urlaub in Costa Rica müsste man aber sicher sehr sorgfältig planen.
Reiseziel Colon, Panama
Kein empfehlenswerter Ort für Individualtouristen aus Gründen der persönlichen Sicherheit. Panama wird aber immer mehr zum Refugium für amerikanische Rentner, die hier statt nach Florida zu ziehen, sich im Landesinneren niederlassen, weil man hier mit seinen Dollars viel mehr kaufen und wohl „gepampert“ leben kann.
Reiseziel Cartagena, Kolumbien
Um Kolumbien hätte ich im Zweifelsfalle aus Gründen der
Sicherheit immer einen großen Bogen gemacht.
(Drogenkriminalität u.s.w.)
Sicherheitsprobleme ergeben sich aber nach allen Recherchen und unseren
persönlichen Eindrücken für Cartagena nicht.
Die kolonial-spanisch geprägte Altstadt ist ein historisches
Schmuckstück mit ihren Bürgerhäusern, Kirchen,
Klöstern und den Stadtmauern. Hier kann man gut und gern einen
ganzen Tag flanieren, recht preiswert einkaufen in Kneipen und Cafes
„abhängen“. Dann gibt’s da noch eine Neustadt mit einer
beeindruckenden Skyline von Hochhäusern – ähnlich wie in
Miami. Dort hin zu fahren war aus Zeitgründen nicht möglich.
Unser Eindruck: Cartagena ist ganz sicher einen Besuch wert. Hier könnte man auch einige Tage verbringen, um mehr von Stadt und Leuten kenne zu lernen. Kolumbien als Reiseland ist für mich aber immer noch „ terra incognita“ – eine völlig unbekannte Größe.
Reiseziel Grand Cayman
Mit den Cayman Inseln habe ich bislang nur „Briefkastenfirmen und
Geldwäsche“ verbunden.
Jetzt haben wir die Insel als schönen karibischen Urlaubsort
kennen gelernt. Alles sehr gepflegt, britisch und imsgesamt sehr
„übersichtlich“.
Die Hauptstadt Georgetown kann man in wenigen Stunden vollständig
erkunden. Also bleibt Strand- und Wassersportvergnügen. Das aber
vom Feinsten und nicht immer vom Billigsten.
In bleibender Erinnerung wird mir „STINGRAY CITY“ bleiben. Man
fährt mit dem Boot etwa eine halbe Stunde raus zu einer Sandbank
mitten im Meer. Hier versammeln sich wilde Rochen (Amerikanischer oder
südlicher Stechrochen / Dasyatis americana ) in großer Zahl,
um sich von den Besuchern im Wasser füttern zu lassen. Die Tiere
mit einer Flügel-Spannweite von bis zu 2,5 Metern sind ganz zahm.
Sie kommen von selber zu den Menschen, reiben sich – wie eine Katze an
Beinen und Körpern der Schwimmer, fressen aus der Hand. Ein
einfach unglaubliches Gefühl.
Fazit: Für Unterwassersportler ein Dorado. Immer einen Besuch wert. Längerer Urlaub für uns: sicher nicht.
Reiseziel: Grand Bahama, The Bahamas
Unser Haupt-Urlaubsziel hat uns alles in allem nicht
enttäuscht. Die Strände sind wirklich super – pulverfeiner,
heller Sand, sauber. Kilometerweit. Kaum bevölkert.
Traumstrände, wie man sie hier in Europa so nirgendwo findet.
Unsere Unterkunft war so wie wir sie erwartet hatten.
Großzügig, sauber, mit allem ausgestattet. Kühlschrank
und Gefrierschrank mit allem Nötigen (und noch mehr
Unnötigem) gefüllt. Dazu die Aufforderung, sich bitte zu
bedienen und ggf. beim Verlassen der Wohnung entsprechend
aufzufüllen. Eine Flasche Wein zur Begrüßung auf dem
Tisch. Der Weg zum Strand nur einige Gehminuten.
Das Wetter war insgesamt gut. Ein verregneter Vormittag. Zwei Tage
ziemlich kalt – obwohl die Sonne schien und man gut am Strand liegen
konnte. Wir hatten allerdings mit durchgehend heißem Wetter
gerechnet. Dadurch machte das Tief über Nordamerika, das seine
Ausläufer bis in die Karibik schickte, aber einen Strich. (So
etwas soll aber nur selten vorkommen – hat man uns versichert !)
Was wir vermisst haben, war eine urbane Infrastruktur. Es gibt kein
Städtchen zum Bummeln und Flanieren. Alles ist „auseinander -
gezogen“ – man braucht einen fahrbaren Untersatz.
(Wir haben einen Scooter gemietet – 30 $ /Tag)
Lebensmittel sind extrem teuer, vieles ist nicht durchgehend
erhältlich. Hier macht sich bemerkbar, dass fast alles importiert
werden muss. Zwei touristische „Märkte“ in Freeport und Lukaya
sind die einzigen Orte, wo ein bisschen „was los“ ist.
Kneipen, Bars und Restaurants gibt’s reichlich. Besonders die
Bahamesische Küche ist gut und erstaunlich preiswert. (Wenn man
die Kosten der Lebensmittel bedenkt.) Muscheln (Conch), Garnelen,
Langusten haben wir bevorzugt. Dann Hühnchen, Schweinefleisch und
Fisch in allen Varianten. ( Preise zwischen 10 und 20 $). Daneben die
ganze Palette der amerikanischen Fastfood Küche. Bier zwischen
2,50 und 4,00 $ pro Flasche.
Besonderen Spass machen die vielen verschiedenen Cocktails, die
angeboten werden: Bahama Mama, Sex on the Beech, Miami Vice, Frozen
Margaritas und Pina Coladas waren z.T. neue Erfahrungen für uns.
(Drinks zwischen 4 und 7 $.)
Unternehmungen sind fast alle „wassersportlich“ orientiert.
Schnocheln, Fischen, Wasserski, Glasboden Boot und so weiter. Am
schönsten ist aber die Lieblingsbeschäftigung, die in einem
Song beschrieben wird: „Toes in the water, ass in the sand“ – mit einer
Flasche Corona oder einem Frozen Drink in der Hand.
Fazit: It’s better in the Bahamas. Once YOU get there.


Holthausen - Itterstraße
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von Don + Doña
Ende für dieses Jahr