Holthausen in der Berichterstattung. Ein neues 4 Sterne Hotel sollte am Kamper Acker gebaut werden. Das fordern die Industriebetriebe im Süden Düsseldorfs

Hexenverbrennungen...
Wir beantragen eine Rehabilitation...

Donnerstag, 7.April 2010

Antrag an den Stadtrat der Stadt Düsseldorf

Die mittelalterlichen Hexenurteile müssen zurück genommen werden

Antrag der Düsselhexen und Andreas Vogt, Holthausen

Bald ist wieder Walpurgisnacht - die Düsselhexen ziehen in den Harz, bitten aber vorab den Stadtrat Düsseldorf um Rehabilitierung von zwei in 1789 verbrannten "Hexen" in D-dorf-Gerresheim

Sehr geehrte Damen und Herren,
bald ist wieder die Walpurgisnacht. Die Nacht vom 30.April auf den 1.Mai, wird vor allem in der Harzer Region ausgiebig gefeiert. Überall kostümieren sich kleine und große Menschen als Hexen, Teufel und andere Phantasie/Gruselgestalten, ziehen durch die Städte, tanzen um Feuer, auf den Brocken, in die kleine Ortschaft Schierke, zum dortigen Hexentanzplatz.

So auch der Freundeskreis der Düsselhexen, welche seit den 90ern mit Groß und Klein die Stadt Wernigerode und den Brocken unsicher macht. Dabei fing wie alles einmal ganz klein an. Heute bringt es die Gruppe auf über 100 TeilnehmerInnen. Diese setzen sich aber auch aus Menschen aus ganz Deutschland zusammen, nicht nur aus Düsseldorf. "Nur einen Kölner haben wir noch nicht dabei. Das wundert uns, da diese doch auch gern jeck sind", so Andreas Vogt von den Düsselhexen.

Seit 2000 stürmt die bunte Schar am 30.4. um 13:30 Uhr das Rathaus von Wernigerode und läßt sich vom Oberbürgermeister begrüßen und milde stimmen. Schon Mittags warten Hunderte von Touristen auf die Ankunft der Düsselhexen.
"Im Vordergrund steht bei uns der Frohsinn, der Spaß am Verkleiden, Eigendynamik, Spontaneität ohne religiösen Hintergrund", sagt Andreas. "Irgendwie hat jeder seine Geschichte, wie er/sie in den Harz kam zum Walpurgisfeiern am Brocken".
Doch Spaß beiseite. Denn die Hexen können auch ernst sein. Sie sind geschichtsinteressiert.

Auf Eingaben von Heimatforschern und Schülern des Friedrich Spee Gymnasiums rehabilitierte der Stadtrat der Stadt Rüthen am 31.03.2011 die in Rüthen und Umgebung verurteilten, ermordeten Hexen. Eine sinnvolle, öffentliche Rehabilitierung im Sinne : Nicht Schuldig ! Ähnliche, öffentliche Aktionen fanden in anderen Städten in Hessen statt.

Die Düsseldorfer Abordnung der Düsselhexen schaute nach Düsseldorf , bzw. nach ähnlichen Beispielen und siehe da, der letzte große Hexenprozess am Niederrhein, fand am 19.08. 1738 in Düsseldorf-Gerresheim , statt. Zwei Frauen wurden zu Unrecht auf bestialische Art und Weise ermordet. Bis heute gelten diese als schuldig.

Ein Denkmal in Gerresheim, der Hexenstein, erinnert an sie und sonst ? "Das sollte im Sinne der Stadtgeschichte geändert werden", meint Düsselhexe Vogt und flugs schrieb er eine Eingabe an den 1. Bürger der Stadt, den Oberbürgermeister Dirk Elbers und die Bezirksvertretung 07 und ihren Vorsitzenden Hanno Bremer. Die Antwort jeweils steht noch aus, hat noch Zeit, wäre aber schön, wenn diese bis Walpurgis 2011 bei den Düsselhexen einträfe. Düsseldorf sollte der Stadt Rüthen folgen.

"Auch im Harz werden wir uns am 30.04.2011 um 13:30 Uhr vor dem Wernigeröder Rathaus für die zu Unrecht verurteilten und getöteten 49 Hexen und Zauberer in Wernigerode einsetzen. Eine Eingabe an die Stadt Wernigerode und ihren Oberbürgermeister Peter Gaffert wurde bereits gestellt, eine Hexendemo ist in Planung, sowie eine Schweige/Gedenkminute für die Opfer".

Vogt:"Wir sind gespannt, wie schnell die Landeshauptstadt Düsseldorf reagiert und wir am 30.04.2011 im Harz noch einen Grund mehr zum Feiern haben. Übrigens ist die Walpurgisnacht im schönen Harz, die Fahrt mit der dampfenden Schmalspurbahn zum Brocken, jedem Düsseldorfer zu empfehlen. Mit Kostüm macht es aber sechsmal so viel Spaß und dieses Jahr fällt die Nacht der Nächte auf ein Wochenende!".

Infos zu den Düsselhexen: www.die-duesselhexen.de
Hexliche Grüße- Anbei das Schreiben an den Herrn Oberbürgermeister und die BV 07 z.Info und ein aktueller Artikel aus Rüthen.
Andreas Vogt
Meyerhofstr. 29 E
40589 Düsseldorf
Tel.: 0172 89 22 414
www.die-duesselhexen.de


Donnerstag, 7.April 2011

Brief an die Bezirksvertretung 07

Kopie an den OB der Stadt Düsseldorf

"Rehabilitieren sie die unschuldigen hexen aus Gerresheim"!

Sehr geehrter Herr Bremer, Sehr geehrte Mitglieder der BV 07,

am 19.08.1738 wurden zwei unschuldige Frauen auf dem Gerresheimer Galgenberg öffentlich verbrannt, da sie der Hexerei beschuldigt wurden.
Beide wurden angeklagt der Teufelsbuhlschaft,des Flugs durch die Luft,der Tierverwandlung und der Hostienschändung.
Hierbei handelte es sich um die damals noch 16 jährige Helena Curtens und ihre 47 jährige Nachbarin, Agnes Olmans.
An den spektakulären, letzten Hexenprozess am Niederrhein, erinnert heute der "Gerresheimer Hexenstein" in Gerresheim.
Bis heute wurden beide Frauen nicht sozialethisch rehabilitiert, bzw. offiziell unschuldig gesprochen, obwohl doch eigntlich heute allen klar ist, das es keine Hexerei gibt und man nicht mit dem Besen durch die Lüfte fliegen kann.
Vielleicht hat man diese Rehabilitation einfach nur vergessen ?

In der Stadt Rüthen hat am 31.03.2011 der Stadtrat bei einer Sitzung die offizielle Rehabilitierung der in Rüthen verurteilten und ermordeten Hexen /Frauen vorgenommen unter hohem Medieninterese. Die Eingabe an den Stadtrat kam in diesem Falle von den Schülerinnen und Schülern des Friedrich Spee Gymnasiums Rüthen.

Dasselbe sollte auch im weltoffenen, toleranten Düsseldorf möglich sein.

Ich stelle daher den Antrag, das der Stadtrat Düsseldorf und die Bezirksverteretung 07 in einer Sitzung die beiden zu Unrecht ermordeten Frauen inkl. ihrer Familien rehabilitiert und offiziell unschuldig spricht.

Dasselbe Mail sende ich unserem Oberbürgermeister, Herrn Dirk Elbers, welcher den Vorsitz des Stadtrates innehat.

Eine öffentliche Rehabilitierung beider Frauen hätte auch eine positive, öffentlichkeitswirksame Marketingwirkung für Düsseldorf.

Vielleicht wäre eine öffentliche Verkündung am Todestag der Frauen, am 19.08.2011 in Gerresheim am Hexenstein möglich ?

Die lokalen Medien informiere ich über diesen Antrag.

Eine ähnliche Rehabilitierung der zu Unrecht verurteilten, gequälten Opfer ( Frauen /Männer ) versuche ich parallel bei der Stadt Wernigerode im Harz zu erwirken.
Als bunte Gruppe der "Düsselhexen" bereisen wir zum Spaß und ohne religiösen Hintergrund den Harz. Unser zweites Karneval eben. Dort stürmen wir seit 12 Jahren das Rathaus von Wernigerode, lassen uns vom Oberbürgermeister milde stimmen, organisieren einen Umzug durch die Stadt und fahren mit der Dampflock auf den Brocken an Walpurgis. Als wir von dem Beispiel Rüthen und anderen Städten in Hessen hörten, schauten wir uns in Düsseldorf um und entdeckten zu unserem Erstaunen, das hier der letzte Hexenprozess im Rheinland stattfand unter großer Beteiligung der Öffentlichkeit, die beiden Frauen aber immer noch als schuldig gelten.

Weitere Infos zu den Düsselhexen: www.die-duesselhexen.de

Hier geht es einfach um Gerechtigkeit für die Opfer und ihre Familien. Ein formaler, wichtiger Akt !
Bitte teilen Sie uns schriftlich mit, wie Sie mit dieser Eingabe umgehen.
DANKE !!

Freundliche Grüße

Andreas Vogt
Meyerhofstr. 29 E
40589 Düsseldorf
AVogt@web.de

Hexenverbrennungen...
Kommentar "Der Westen"...

DER WESTEN, 5.4.2011...

Rehabilitierung der Rüthener Hexen

Auch „Düsselhexen“ greifen Antrag auf

Die offizielle Rehabilitierung von Opfern der Hexen-Verfolgung in Rüthen zieht weite Kreise. Es gibt nur positive Rückmeldungen.

Inspiriert vom Vorbild aus Rüthen ist jetzt auch im Rathaus in Wernigerode im Harz ein solcher Antrag von den „Düsselhexen“ aus dem Rheinland eingegangen.

Seit den 90er Jahren feiern sie auf dem Brocken mit, seit 2000 stürmen sie das Rathaus in Wernigerode und treiben ihr Unwesen. Auf dem Brocken treffen sich jedes Jahr am 30. April tausende „Hexen“ verkleidet, um die Walpurgisnacht zu feiern: In der Nacht zum 1. Mai fliegen die Hexen dem Märchen nach durch Wernigerode zum Blocksberg, um sich dort mit dem Teufel zu vermählen.

Wernigeroder Hexen sollen rehabilitiert werden

Allerdings sehen die „Düsselhexen“ eben auch den traurigen geschichtlichen Hintergrund: Auch im Harz sind Menschen verbrannt worden. Nachdem die „Düsselhexen“ von der Rehabilitierung in Rüthen erfuhren, haben sie jetzt einen ähnlichen Antrag für den Stadtrat ihrer Wahl-Heimat verfasst: „Wir beantragen hiermit offiziell, dass die in Wernigerode und der Region abgeurteilten, verfolgten und ermordeten Hexen sowie deren Familien rehabilitiert bzw. unschuldig gesprochen werden“, so Andreas Vogt aus Düsseldorf. Auf der Rückfahrt vom Harz übrigens werden die „Düsselhexen“ am 3. Mai einen Zwischenstopp in Rüthen einlegen und sich die Stadt zeigen lassen – samt Hexenturm.
(Artikel Auszug Jürgen Kortmann / DERWESTEN vom 5.4.2011)

Entwurf, Inhalt und verantwortlich: Reinhard Pott, Redaktion Holthausen-online
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